Unterstützung bei Fragen rund um das Teilflächenmanagement
Leistungen:
- Unterstützung bei der
Konzeptentwicklung
für die teilflächenspezifische Bewirtschaftung (Standortcharakteristik, Bewirtschaftungsstrategie,
Maschinenausstattung, Investitionsbedarf, zeitlicher Ablauf)
- Beschaffung, Zusammenstellung, und Aufbereitung von verfügbaren
Standortinformationen, auch in Zusammenarbeit mit anderen Dienstleistern
- Erarbeitung von Strategien für das
Datenmanagement
- Unterstützung bei der
Datenaufbereitung und Datenpflege
- Unterstützung bei der Erstellung von
Applikationskarten für Offline-Verfahren
Was versteht man unter teilflächenspezifischer Bewirtschaftung?
Die heute zu bewirtschaftenden Schläge mit Flächen von teilweise mehr als 100 Hektar Größe sind weder hinsichtlich ihrer Standorteigenschaften
(Boden, Relief, Nährstoffversorgung) homogen, noch etabliert sich innerhalb einer Vegetationsperiode ein völlig einheitlicher Bestand.
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| Bodenkarte |
Abreifeluftbild |
Ertragskarte |
Grunddüngungskarte |
Teilflächenmanagement bedeutet nun, einzelne Zonen innerhalb eines Schlages entsprechend ihres Ertragspotenzials
(z.B. Bodenart, Zustandsstufe, Wasserhaltevermögen) und/oder aktueller Bestandesparameter (Biomasse, Chlorophyllgehalt)
differenziert zu bewirtschaften. Dies kann zum Beispiel heißen:
- auf Teilflächen mit geringem Ertragspotenzial geringere Mengen an Betriebsmitteln (Saatgut, Dünger, Pflanzenschutzmittel)
einzusetzen
- auf Teilflächen mit geringerer Grünfärbung - je nach Düngungstermin - höhere bzw. geringere Stickstoffmengen auszubringen
- auf Teilflächen mit geringerer Biomasse - je nach agronomischem Hintergrund - höhere bzw. geringere Stickstoffmengen
auszubringen
- auf Teilflächen mit geringerer Grundnährstoffversorgung entsprechend der Düngungsempfehlung höhere Düngermengen auszubringen
Die softwaregestützte Planung und signalgesteuerte Ausbringung von differenzierten Betriebsmittelmengen innerhalb eines Schlages ist mittlerweile technisch kein Problem mehr.
Dazu trug zum einen die zivile Nutzungsmöglichkeit der amerikanischen GPS-Satelliten bei. So kann man mit Hilfe eines GPS-Empfängers jederzeit seine genaue Position im Koordinatensystem feststellen.
Die Software-Entwicklung ermöglicht es zum anderen, durch die Verrechnung verschiedener Daten in einem geografischen Informationssystem (GIS) Applikationskarten zu erstellen, bei denen den einzelnen Koordinaten eines Schlages der genaue Aufwand an Betriebsmitteln zugeordnet werden kann.
Fortschritte bei der Entwicklung von Sensoren helfen, auch aktuelle Bestandesparameter in die Applikationsentscheidung einzubeziehen.
Außerdem ist die moderne Landtechnik so weit, dass über signalgesteuerte Motoren an den Stelleinrichtungen die geplanten Applikationsmengen an Saatgut, Düngern und Pflanzenschutzmitteln auch in der gewünschten Höhe an der entsprechenden Stelle auf den Schlag ausgebracht werden.
Welche Informationsquellen stehen zur Beurteilung der Standort- und Bestandesverhältnisse zur Verfügung?
Vor der Umsetzung steht die Frage, wie heterogen sind die Schläge hinsichtlich des Ertragspotenzials und/oder des aktuell vorhandenen Pflanzenbestandes?
Die zur Zeit meistgenutzten Informationsquellen sind:
Wie erfolgt die Umsetzung einer teilflächenspezifischen Bewirtschaftung?
Bei der Umsetzung einer teilflächenspezifischen Bewirtschaftung unterscheidet man zwischen folgenden Verfahren:
- Kartenorientiert / die Betriebsmittel werden auf der Grundlage einer im Vorfeld berechneten Applikationskarte ausgebracht
- Sensororientiert / die Betriebsmittel werden auf der Grundlage eines aktuellen Sensorsignals ausgebracht.
- Kombination Karte mit Sensor / der aktuelle Sensorwert wird mit dem Sollwert
auf einer vorgefertigten Applikationskarte abgeglichen, in die Betriebsmittelausbringung fließen beide Werte ein.